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Nuki für Menschen mit Beeinträchtigung: Interview mit Eliza Gawin
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Nuki für Menschen mit Beeinträchtigung: Interview mit Eliza Gawin

Get Inspired 18.06.2020 | Judith Wilfing

Stelle dich bitte unserer Community vor.
Mein Name ist Eliza Gawin, ich wohne in Wiesbaden (Deutschland) und bin eine Webdesignerin/-developerin. Ich arbeite meist in Home Office und werde im Alltag von persönlichen Assistenten unterstützt. Ich habe nämlich eine Behinderung und fahre einen Elektrorollstuhl. Meine Technikaffinität lässt mich immer wieder Lösungen entdecken, die mir im Arbeitsleben und privat behilflich sein können. Die Digitalisierung ist deswegen eines meiner Herzensthemen, da es letztendlich Barrierefreiheit erschafft – das vermittle ich u.a. in Gesprächen mit Unternehmen. Ich wurde deswegen für den Digital Female Leader Award 2019 in der Kategorie Diversity (Vielfalt) nominiert.

Du hast dein Zuhause kürzlich um Nuki erweitert. Erzähle uns von deinen Erfahrungen: Inwiefern unterstützt dich Nuki in deinem Alltag als Rollstuhlfahrerin?
Die Einrichtung habe ich den Profis überlassen, doch hätte ich es mit Unterstützung meiner persönlichen Assistenz sicherlich auch selbst geschafft. Ich musste lediglich den Schließzylinder wechseln – für Nuki benötigt man einen sogenannten doppelseitigen Zylinder mit Not- und Gefahrenfunktion. Dieser ist beidseitig schließbar, auch wenn innen der Schlüssel steckt. Der Zylinder ist recht kostengünstig – mit 30 Euro war es bei mir erledigt!

Mit meiner geringen Muskelkraft kann ich weder den Schlüssel drehen, noch den Türgriff drücken. Nuki ermöglicht mir selbstständig die Wohnungstür auf- und abzuschließen. Wenn es an der Tür klingelt, muss ich meine Assistenz nicht mehr darum bitten, die Türanlage für mich zu bedienen. Ich kann meiner Freundin selbst die Tür öffnen! Zudem kann ich den Personen aus meinem Vertrauenskreis einen Nuki Zutrittscode geben und damit z.B. meiner Assistentin den Zugang zur Tür automatisiert bewilligen. Das ist besonders praktisch, wenn sie gerade meine Einkaufstüten trägt und keine Hände zum Öffnen der Tür frei hat. Auch bei einem “worst case-Szenario” ist Nuki hilfreich: Sollte meine Assistenz die Wohnung ohne Schlüssel verlassen und mich drinnen ungewollt einsperren, bin ich jetzt dafür gewappnet. Ich kann die Tür von innen mit dem Smartphone aufschließen. Vor Nuki war diese Situation gefährlich und stressig für alle Beteiligten. Schlüsseldienst adieu!

Welche Nuki Produkte hast du im Einsatz und welche Features sind für dich besonders praktisch? Verwendest du auch andere Smart Home Produkte?
Ich nutze das Nuki Smart Lock mit der Bridge und den Opener. Mein Google Assistant erkannte Nuki sofort und damit kann ich mein Türschloss auch per Sprachbefehl bedienen. Außerdem benutze ich zurzeit auch das Smart Home System von Google und Philips Hue Lampen.

Was ist für dich persönlich der Mehrwert von Smart Home Gadgets?
In erster Linie schätze ich daran die erleichterte Bedienung. Smart Home bedeutet für mich besonders Freiheit und Unabhängigkeit.

In deinem Twitter Post hast du mitgeteilt, dass die Krankenkasse die Kosten für das Nuki Smart Lock übernommen hat. Wie kam es dazu?
Ich stellte bei der Pflegekasse einen Antrag für Nuki als Umbaumaßnahme. Darin beschrieb ich, dass besonders, wenn meine Assistenz den Türschlüssel unabsichtlich innen stecken lässt, die Wohnung nicht mehr betreten werden kann und ich damit in Gefahr gebracht werde. Ich benötige im Alltag Unterstützung von anderen Menschen, daher muss meine Assistenz rund um die Uhr erreichbar sein. Eingesperrt zu werden darf nicht passieren. Somit ist Nuki für mich eine Absicherung. Dem stimmte die Krankenkasse zu und finanzierte den Antrag.

Nuki ist für dich zur Alltagsunterstützung geworden. Würdest du das elektronische Türschloss anderen Personen in ähnlichen Situationen weiterempfehlen?
Smarte Gadgets haben ihren Preis, aber mit einer Beteiligung – wie in meinem Fall – wird die digitale Barrierefreiheit vielleicht auch für dich zugänglich. Ich empfehle Nuki gerne – seit der Installation funktioniert das Gerät ausnahmslos gut, auch die Nuki App lässt sich intuitiv bedienen.

Vielen Dank für das Interview!

Judith Wilfing Blogauthor
Judith Wilfing
Smart Home bedeutet für mich: Lifestyle & Alltagserleichterung. Elektronisches Türschloss, Smartwatch und Sprachassistent - drei smarte Gadgets, die meinen Alltag begleiten. Jede technologische Weiterentwicklung hält neue spannende Tools bereit. Abwechslung pur!


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