Gleichstellung als strategischer Erfolgsfaktor bei Nuki Home Solutions – Interview mit Head of People & Chief of Staff, Angela de Monte

Nuki hat erfolgreich am geförderten Beratungsprogramm 100 Prozent – Gleichstellung zahlt sich aus teilgenommen und das Badge für nachweisliche Gleichstellungsmaßnahmen erhalten. Ein starkes Signal nach innen und außen: Gleichstellung wird bei Nuki nicht nur als gesellschaftlicher Auftrag verstanden, sondern als zentraler Bestandteil einer zukunftsorientierten Arbeitgebermarke.

In diesem Interview spricht Angela de Monte, Head of People & Chief of Staff, darüber, welche Entwicklungen zu diesem Erfolg geführt haben, was Gleichstellung für Nuki bedeutet und wie die Themen Kultur, Führung und Weiterentwicklung in der Praxis angegangen werden.

1. Nuki hat das „100 Prozent – Gleichstellung zahlt sich aus“-Badge erhalten. Was bedeutet dieses Ergebnis für Nuki als Arbeitgeber – und welche Entwicklungen in den letzten Jahren waren dafür besonders ausschlaggebend?

Das Badge ist für uns weit mehr als eine Auszeichnung – es bestätigt, dass Gleichstellung bei Nuki strategisch gelebt wird. Ein entscheidender Treiber war, Female Empowerment bewusst zum Unternehmensthema zu machen. Wir haben Strukturen analysiert und gezielt daran gearbeitet, mehr Frauen in Leadership- und verantwortungsvolle Rollen zu bringen.

Eine wichtige Erkenntnis: Viele hochqualifizierte Frauen sind bereits im Unternehmen, aber nicht jede „hebt automatisch die Hand“. Deshalb sensibilisieren wir unsere Führungskräfte und haben den internen Bewerbungsprozess angepasst. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Talente aktiv anzusprechen und zu fördern.

2. Wie unterstützt Nuki Mitarbeiter:innen beim Wiedereinstieg nach Karenz oder einer längeren Auszeit, und welche Rolle spielen strukturierte Reboarding-Prozesse dabei?

Ein Wiedereinstieg ist emotional und organisatorisch oft herausfordernd – das kenne ich aus eigener Erfahrung. Deshalb halten wir während der Karenz bewusst Kontakt und klären Erwartungen frühzeitig.

Damit niemand ins kalte Wasser springt, unterstützen Buddies Rückkehrer:innen dabei, fachlich und sozial gut anzukommen. Ein schönes Detail unserer Kultur: Wir stellen Rückkehrer:innen aktiv auch neuen Teammitgliedern vor, damit ihre Expertise sofort wieder sichtbar wird.

Flexibilität ist dabei zentral: Wenn die frühere Rolle nicht mehr passt, ermöglichen wir Veränderungen. Unser Ziel ist es, ohne Druck an frühere Erfolge anzuknüpfen – mit Lösungen, die im Alltag funktionieren.

3. Mit Initiativen wie „Growing Talents“ oder individuellen Coachings legt Nuki einen Schwerpunkt auf die Förderung weiblicher Talente. Welche Wirkung zeigen diese Programme bereits im Alltag und in der Entwicklung von Mitarbeiterinnen?

Programme wie „Growing Talents“ helfen uns, Entwicklungspfade klarer zu definieren und Talente sichtbarer zu machen. Beförderungen und Rollenänderungen direkt aus dem Programm senden dabei ein starkes Signal.

Mir ist aber wichtig, dass Weiterentwicklung kein exklusives Programm ist. Wir fördern alle Mitarbeitenden – über unsere interne Academy, Coachings oder neue Verantwortungsbereiche. Jede:r lernt anders. Entscheidend ist, Entwicklung aktiv zu ermöglichen, statt sie dem Zufall zu überlassen.

4. Welche Rolle spielen Modelle wie Führen in Teilzeit und Shared Leadership bei der Förderung einer gleichberechtigten Unternehmenskultur?

Gleichstellung ist ein Team-Thema. Wir setzen auf Modelle jenseits klassischer Hierarchien. Ein Beispiel ist die weibliche Doppelspitze im Marketing: Shared Leadership zeigt, wie bereichernd geteilte Verantwortung sein kann.

Auch in anderen Abteilungen setzen wir auf Shared Leadership und kombinieren People Leads und Professional Leads. Fachliche Tiefe und Führung ergänzen sich auf Augenhöhe – das nimmt den Druck von der einzelnen Führungsperson und macht Entscheidungen besser.

5. Welche Rolle spielen Alter und Hierarchien in der Unternehmenskultur – und wie beeinflusst der Generationenwandel das Verständnis von Führung und Gleichstellung bei Nuki?

Chancen sind bei uns nicht vom Alter abhängig. Wenn Kompetenz und Drive da sind, übernehmen auch junge Talente früh Verantwortung. Der aktuelle Diskurs zeigt deutlich, dass die neue Generation Führung anders versteht: Es geht mehr um Sinnhaftigkeit und Augenhöhe als um Status – diesen Austausch zwischen Erfahrung und neuen Perspektiven fördern wir bei Nuki ganz bewusst.

Genau hier beginnt echte Inklusion: Wenn wir uns auf Augenhöhe begegnen, verlieren Hierarchien und Rollenbilder an Bedeutung. Durch solche Ansätze wird für uns Gleichstellung erlebbar im gemeinsamen Tun und im Austausch miteinander.

Werde Teil unseres Teams!

Menschen, die mitgestalten wollen und Wert auf eine Kultur der Augenhöhe legen, sind bei Nuki herzlich willkommen.

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