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Was ist ein Smart Lock? Die wichtigsten Fragen rund um elektronische Türschlösser

Get Inspired 20.06.2019 | Christine Schadler

Das Thema Smart Home und dabei besonders vernetzte Türschlösser wird immer prominenter. Doch wie funktioniert so ein intelligentes Türschloss eigentlich? Musst du wirklich ein Technik-Genie sein, um das Konzept zu verstehen? In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Smart Lock.

Wie du deine Tür ohne Schlüssel öffnen kannst

Das Prinzip hinter digitalen oder elektronischen Türschlössern ist nicht kompliziert. Es gibt verschiedene Varianten, aber meistens funktioniert es so:

Nuki Smart Lock Installation

Du fixierst auf der Innenseite der Tür eine Montageplatte am Zylinder, die entweder geschraubt oder geklebt wird.

Anschließend steckst du deinen vorhandenen Schlüssel auf der Innenseite deiner Tür ins Schloss.

Das Smart Lock selbst ist ein Aufsatz, den du direkt über den Schlüssel steckst und am Schloss befestigst.

Dieser Aufsatz enthält einen kleinen Motor, der den Schlüssel im Schloss dreht und so das Schloss auf- und zusperrt. Die Stromversorgung erfolgt häufig über herkömmliche (Akku-)Batterien.
Der Motor im Smart Lock dreht sich jedoch nur, wenn er den Befehl dazu bekommt. Dazu muss das Smart Lock mit der dazugehörigen App am Smartphone verbunden und eingerichtet werden. Das funktioniert meist über Bluetooth (es gibt aber auch andere Übertragungsstandards).

Dieser Vorgang erscheint dir bei deiner Haus- und Wohnungstür vielleicht anfangs ungewohnt. Deine Autotür sperrst du aber vermutlich ebenfalls mit einer Fernbedienung auf oder zu. Du wirst dich also schnell an diesen neuen Komfort gewöhnen.

„Schlüssel“faktor: Das eigene Zuhause schützen

Das Thema Smart Home im Allgemeinen und Smart Locks im Besonderen erweckt teilweise Misstrauen und Zweifel, geht es dabei doch um den Zutritt in unser Zuhause. Seit der Mensch sesshaft geworden ist, hat er ständig versucht, sein Zuhause zu verbessern. Entsprechend wichtig wurde dabei der Schlüssel, der es erst möglich machte, seine eigenen vier Wände entsprechend zu schützen.

Wie wichtig die Rolle des Schlüssels ist, sieht man auch daran, dass es bis vor kurzem eigentlich keine Alternativen dazu gab. Kaum ein Konzept bestand in der Vergangenheit über so lange Zeit beinahe unverändert. Erst modernste Verschlüsselungsverfahren (mit der dahinter liegenden Software), wie sie bei digitalen Türschlössern Anwendung finden, sind nun in der Lage, den traditionellen Schlüssel zu ersetzen, indem sie mindestens das gleiche Sicherheitslevel bieten können.

Ist ein Smart Lock sicher?

Wie kann das Auf- und Zusperren bei einem Smart Lock wirklich sicher sein? Es geht bei diesem Vorgang um die Verbindung zwischen dem kleinen Motor, der den Zylinder dreht, und dem Smartphone, das über die App den Befehl dazu gibt.

Der Aufsatz auf dem Zylinder selbst stellt kein Sicherheitsrisiko dar, denn die meisten Geräte werden auf der Innenseite der Tür montiert und sind von außen nicht sichtbar. Eine smarte Tür ist also in der Regel nicht von einer herkömmlichen Tür zu unterscheiden. Der entscheidende Faktor liegt in der Verbindung, also der Kommunikation zwischen dem Smartphone und dem Aufsatz am Schließzylinder.

Schlüssel empfinden wir als sicher, weil sie individuell an ein Schloss angepasst sind. Bei einem digitalen Schloss ist aber dein Smartphone der Schlüssel. Doch wie kannst du sichergehen, dass nicht andere Smartphones ohne dein Wissen auch das Smart Lock betätigen können? Hier kommt das Verschlüsselungskonzept ins Spiel: Als Besitzer eines Smart Locks legst du einen Zugang zu deinem elektronischen Türschloss fest, in dem du dein Smartphone mit dem Smart Lock verbindest. Die Kommunikation zwischen beiden ist daraufhin so verschlüsselt, dass ein fremdes Smartphone sie nicht beeinflussen kann. Genauso wenig würde dein Smart Lock auf „Anfragen“ eines fremden Smartphones reagieren. Um dieses Sicherheitslevel zu gewährleisten, braucht es eine richtig gute Software mit einem hochsicheren Verschlüsselungskonzept. Das Smart Lock von Nuki funktioniert beispielsweise über eine sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die auch im Online Banking angewandt wird.

Was macht ein Smart Lock smart?

Ein digitales Türschloss ist also genauso sicher wie ein herkömmliches Türschloss, bietet dir aber viel mehr Möglichkeiten! Außerdem kannst du mit einem Smart Lock altbekannte Probleme im Alltag ganz einfach lösen, indem du Vorgänge digitalisierst. Mit einem Smart Lock musst du im Verlustfall nie mehr das Schloss tauschen und Ersatzschlüssel anfertigen lassen oder physische Schlüssel unter der Türmatte verstecken. Stattdessen vergibst du einfach Zutrittsberechtigungen via App, also digitale Schlüssel an Familienmitglieder, Freunde, Dienstleister etc. Mit der entsprechenden Erweiterung kannst du dein Smart Lock auch von unterwegs steuern.

Das ist in sehr vielen Alltagssituationen unglaublich nützlich: Wenn du zum Beispiel eine Ferienwohnung vermietest, sparst du dir dank Smart Lock Technologie die mühsame Schlüsselübergabe: Vergib einfach bequem sichere Zutrittsberechtigungen, die auf den Buchungszeitraum beschränkt sind, an deine Airbnb Gäste. Aber auch im Pflegebereich sind digitale Türschlösser eine echte Alltagserleichterung – für die pflegebedürftige Person selbst sowie die Pflegekraft.

Smart Lock ist nicht gleich Smart Lock! Darauf solltest du achten

Wie wir bereits gesehen haben, ist das Thema Sicherheit zentral: Daher solltest du Hersteller bevorzugen, die von renommierten Testinstituten, wie beispielsweise AV-Test oder Avira zertifiziert wurden. Das Verschlüsselungskonzept der Software ist zwar für Laien schwer verständlich, trotzdem ist es wichtig, dass Hersteller ihr Verschlüsselungskonzept offenlegen.
Nuki verwendet von Beginn an ein sogenanntes Ende-zu-Ende Verschlüsselungskonzept. Zudem wurde Nuki im Mai 2019 schon zum zweiten Mal von AV-Test als “sicheres Smart Home Produkt” zertifiziert.

Smart Locks sind dazu gedacht, alltägliche Vorgänge wesentlich zu erleichtern. Was nützt das jedoch, wenn der Installationsvorgang selbst zur Hürde wird. Das Smart Lock von Nuki wurde daher so konzipiert, dass du es auf den bestehenden Zylinder an der Türinnenseite ohne Schrauben oder Bohren, selbst montieren kannst. Für die Installation sind keine technischen Vorkenntnisse notwendig und es entstehen keine Veränderungen oder Rückstände an der Tür – optimal auch für Mietwohnungen.

Ein gutes Smart Lock sollte auch für Personen, die nicht so gerne ihr Smartphone verwenden, oder vielleicht gar keines haben, funktionieren: Beim Nuki Smart Lock gibt es für diesen Fall gut durchdachte Erweiterungen, wie beispielsweise das Keypad (dabei kann das verbundene Smart Lock via Code-Eingabe betätigt werden) oder der Fob, eine Bluetooth-Fernbedienung, welche die Tür ganz einfach auf Knopfdruck steuert.

Christine_Smart Lock_Blog Autor
Christine Schadler
Ich zähle zu den Menschen, die von sich behaupten “sich bei Technik nicht wirklich auszukennen”. Daher ist mir wichtig, dass komplexe Vorgänge verständlich und einfach dargestellt werden. Bei der Smart Lock Technologie fasziniert mich die Tatsache, dass dadurch der Schlüssel - das zentrale Element eines Zuhauses - nicht nur ersetzt sondern noch erweitert wird. Eine Innovation für alle, nicht nur für Techies.